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HARBURGER RATHAUS / HARBURGER GESCHICHTE

Harburger Geschichte und Harburger Rathaus

IMPRESSUM

Ausgabe 2021

·

6. Jahrgang

·

Erscheint jährlich

Herausgeber:

Rasta Verlag GmbH

·

Amtsgericht Lüneburg, HRB-NR. 110454

Sanddornweg 20

·

21220 Seevetal

·

Tel. 04105/68040

·

rasta_verlag@t-online.de

Geschäftsführer:

Andreas Stascheit

·

Wolfgang Maschewski

Satz:

Diamant Repro

·

21521 Wohltorf

Druck:

Bartelsdruckt, Lüneburg

Copyright beim Herausgeber, Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages

Harburg und das markante Harburger Rathaus, ein

Beispiel der Baukunst in der deutschen Renaissance,

können auf eine lange historische Entwicklung zurück-

blicken. Etwa 800 n. Chr. wurde die Horeburg

(„Sumpfburg“) am Südufer der Süderelbe auf der

heutigen Schlossinsel im Gebiet des heutigen Harbur-

ger Binnenhafens errichtet. Zwischen 1133 und 1137

wird die Horeburg erstmals urkundlich erwähnt.

Unter Napoleon kam es im 18. Jahrhundert zum

ersten wirtschaftlichen Aufschwung. Noch zu Beginn

des 19. Jahrhunderts hatte Harburg nur cirka dreitau-

send Einwohner. 1845 bis 1849 wurden die alten

Festungsgräben zu einem modernen Seeschiffhafen

ausgebaut. 1870/72 erfolgte der Bau der Elbbrücke

und damit der Eisenbahnanschluss nach Hamburg,

Altona, Kiel und Glückstadt.

Um 1875 war Harburg bereits ein Industriezentrum

mit etwa 18.000 Einwohnern. Das Harburger Rathaus

steht heute am dritten Standort in der Stadtgeschich-

te. Das erste Rathaus befand sich in der Harburger

Schloßstraße 36 und wurde im Zweiten Weltkrieg

vollständig zerstört. Lediglich das Portal des Gebäu-

des mit dem von Löwen flankierten Stadtwappen

blieb erhalten. Es befindet sich heute an einer Außen-

wand des Archäologischen Museums. Die ursprüng-

lich veranschlagten Baukosten für das neue Rathaus

von 300.000 Mark wurden mit 544.200 Mark

während der Bauarbeiten von 1889 und 1892

erheblich überschritten. Die repräsentative Innenaus-

stattung wurde zum Teil von Harburger Bürgern

gestiftet. Beispiele sind das Treppengeländer der

Haupttreppe aus dem 19. Jahrhundert und eine reich

gestaltete Tür zum großen Saal.

Das Harburger Rathaus ist ein offenes, ein lebendiges

Haus. "Märchenhaft" wird es vor dem Rathaus in

jedem Jahr – und hoffentlich auch wieder in 2021 - im

Rahmen des Harburger Weihnachtsmarktes. Vor der

malerischen Kulisse präsentieren sich festlich

geschmückte Buden inmitten zauberhaften Illuminati-

onen. Ein perfekter Treffpunkt "after work".

Künstlerisch geht es vom Rathaus aus weiter. Denn

hier auf dem Rathausplatz befinden sich Skulpturen,

die Teil des 1994 eröffneten Harburger Kunstpfades

sind. Er verbindet 27

Kunstwerke im öffentli-

chen Raum in der

Harburger Innenstadt.

Er ist ein Spiegel der

Kunstgeschichte im

Allgemeinen und der

Stadtgeschichte im

Besonderen. In die

P fl a s t e r s t e i n e

integrierte Markie-

rungen weisen den

Weg zu den einzel-

nen Skulpturen.