Previous Page  14 / 40 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 14 / 40 Next Page
Page Background

HARBURGER RATHAUS

Harburg und das markante

Harburger Rathaus, errichtet

im Stil der deutschen Rai-

naissance, können auf eine

lange historische Entwick-

lung zurückblicken. Allein

unser Rathaus konnte be-

reits in 2018 sein 125jähri-

ges Bestehen feiern.

Es steht heute am dritten Standort in der Stadt-

geschichte. Das erste Rathaus in der Harburger

Schloßstraße 36 und wurde im Zweiten Weltkrieg

vollständig zerstört. Lediglich das Portal des Ge-

bäudes mit dem von Löwen flankierten Stadtwap-

pen blieb erhalten. Es befindet sich heute an einer

Außenwand des Archäologischen Museums. Zwei

Portraits an den Konsolen der Pfeiler über dem

Eingangsportal zeigen schließlich den Architekten

Hehl selbst (links) und sein Vorbild Conrad Wilhelm

Hase. Die Schildhalter, zwei Skulpturen in Form von

Stadtwächtern, flankieren die Uhr. Interessierte

können bei Führungen, zum Beispiel am Tag des of-

fenen Denkmals, auf dem Dachboden des Rathau-

ses das große, glänzende Uhrwerk besichtigen. Die

Führungen sind anmeldepflichtig und kostenlos.

Der Harburger Rathausplatz umrahmt eine perfekte

Kulisse für schöne Fotos. Beliebt sind solche Auf-

nahmen vor allem bei Paaren, die in einem der bei-

den stilvollen Trauzimmern

des Rathauses den Bund

fürs Leben schließen. Hier

auf dem Rathausplatz befin-

den sich auch Skulpturen,

die Teil des 1994 eröffne-

ten Harburger Kunstpfades

sind. Er verbindet 27 Kunst-

werke in der Harburger In-

nenstadt. In die Pflastersteine

integrierte Markierungen wei-

sen den Weg. Außerdem bietet

der Rathausplatz alljährlich die

malerische Kulisse für unseren Weihnachtsmarkt

(21.11.-29.12.19). Etwa 800 n. Chr. wurde die Ho-

reburg („Sumpfburg“) am Südufer der Süderelbe

auf der Schlossinsel im Gebiet des Harburger Bin-

nenhafens errichtet. Zwischen 1133 und 1137 wird

die Horeburg erstmals urkundlich erwähnt. Eine

Stadtbefestigung ist erst 1389 dokumentiert. Dem

Festungsbau fiel ab 1650 das gesamte Nordende

der Altstadt zum Opfer. Harburg wurde Garnison-

stadt. Während des Siebenjährigen Krieges wurde

die Festung 1757 durch französische Truppen ein-

genommen. Unter Napoleon kam es zum ersten

wirtschaftlichen Aufschwung. Noch zu Beginn des

19. Jahrhunderts hatte Harburg nur etwa dreitau-

send Einwohner. 1870/72 erfolgte der Bau der Elb-

brücke und damit der Eisenbahnanschluss nach

Hamburg, Altona, Kiel und Glückstadt. Um 1875

war Harburg bereits ein Industriezentrum mit etwa

18.000 Einwohnern. 1889 kam es zur Gründung

des Helms-Museums, dem heutigen Archäologi-

schen Museum Hamburg. Im Mai 1926 wurde der

Harburger Stadtpark offiziell eröffnet. Ab 1970 er-

folgte ein Wandel vom klassischen Industriestand-

ort zu einem Wissen- und Dienstleistungsstandort.

1973 wurde die Harburger S-Bahn gebaut, die In-

nenstadtsanierung vorgenommen, der Harburger

Ring entstand. 1976 wurde die Harburger Fußgän-

gerzone eingeweiht. 1983 wurde die S-Bahn bis

zum Bahnhof Hamburg-Harburg Rathaus eröffnet.

1982-2005 erfolgte der Bau der TUHH auf dem

jetzigen Campusgelände zwischen Schwarzenberg-

straße und Denickestraße.

IMPRESSUM

Ausgabe 2020 · 5. Jahrgang · Erscheint jährlich

Herausgeber:

Rasta Verlag GmbH · Amtsgericht Lüneburg, HRB-NR. 110454

Sanddornweg 20 · 21220 Seevetal · Tel. 04105/68040 ·

rasta_verlag@t-online.de

Geschäftsführer:

Andreas Stascheit · Wolfgang Maschewski

Satz:

Atelier Ploog ·

ploog@kabelmail.de

·

Druck:

Bartelsdruckt, Lüneburg

Copyright beim Herausgeber, Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages